Grundlagen zum Oxyfuel-Prozess

Erhöhung der CO2-Konzentration im Rauchgas

Grundprinzip bei Oxyfuel-Prozessen ist die Verbrennung des jeweiligen Brennstoffs mit reinem Sauerstoff anstelle von Luft. Das dabei entstehende Rauchgas enthält keinen Luftstickstoff mehr, der CO2-Gehalt beträgt dafür bis zu 75 %.

Rauchgasrezirkulation

Die Verbrennungstemperatur kann beim Oxyfuel-Prozess besonders hoch sein, was man sich bereits seit Jahren, beispielsweise in der Glas- und Stahlindustrie, zunutze macht.
Relativ neu ist die Idee, dieses Verbrennungsprinzip auch zur CO2-Abscheidung aus fossil befeuerten Kraftwerken zu nutzen. Dort ist eine hohe Flammentemperatur nicht erwünscht, so dass sie durch Rückführung (Rezirkulation) großer Rauchgasmengen reguliert werden muss.
Oxyfuel-Prinzip

CO2-Aufbereitung

Die hohe CO2-Konzentration im Rauchgas besitzt den Vorteil, dass keine eigentliche Abscheidung des CO2 mehr notwendig ist, sondern lediglich eine Reinigung des Gasstromes von Wasserdampf und Störgasen wie Sauerstoff oder Schwefeldioxid.

Speicherung von CO2

Für die klima-unwirksame Speicherung von CO2 werden verschiedenste Varianten untersucht. Neben einer kommerziellen Verwertung zur Fördermengenerhöhung bei nahezu erschöpften Erdöl- und Erdgasvorkommen (CO2 als Verdrängermedium) wird für den europäischen Raum die unterirdische Deponierung in salinen Aquiferen favorisiert (tiefe, salzwasserführende Gesteinsschichten). Diese bieten ein mehr als ausreichendes Speicherpotential und die Technologie wird als relativ leicht beherrschbar eingeschätzt.
CO2-Speicherung (Weyburn)
Anwendung von CO2 für Enhanced Oil Recovery.
Quelle: EnCana
CO2-Speicherung in Aquiferen
CO2-Speicherung in salinen Aquiferen. Quelle: CO2Store